Fotoseminar

In Rostock vom 03.11.2006 bis 05.11.2006

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dieses Album als Animation

Das Ventil wurde geöffnet.



[kk] Mit „Starttütchen“, das einen schwarz-weiß-Film, einen Stadtplan von Rostock, einen Apfel und Schokolade enthielt, ging es am Freitag satt mit einer abendlichen Stadtführung auf in das fotografie- Novemberwochenende. Schnell den Film eingelegt, knipsten sich die Teilnehmer durch Rostocks Innenstadt.
Der Flyer lockte mit diesen Zeilen: „Fotografie ist ebenso wie Malerei und Bildhauerei ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Man kann ein Foto als Kunstwerk, Dekoration oder Kommunikationsmittel betrachten: ein Ventil für Ideen und Gefühle.“ Um dieses Ventil zu schaffen, startete am Sonnabend der Tag mit dem ersten Theorieblock; es galt der Geschichte der Fotografie im Schnelldurchlauf zu lauschen, um anschließend etwas über die Kameratechnik zu erfahren. Hier waren alle Teilnehmer besonders aufmerksam, denn die größer werdenden Blendenzahlen bedeuten immer kleiner werdende Blendenöffnungen. Und je größer die Blendenöffnung, umso kürzer sollte die Belichtungszeit sein. Und ... Gut, dass Marieke und Cathleen, unsere beiden Foto-Spezialisten, ihre eigene Kamera eingepackt hatten und so am losen Objektiv die sich schließende bzw. öffnende Blende zeigen konnten. Klick machte es dann, als Marieke dreimal ein Motiv fotografierte, um hier die Wirkung verschiedener Blenden zu verdeutlichen. Nach den ganzen namenhaften Persönlichkeiten und Zahlen, gönnten sich alle eine Künstlerpause.
Aber auf in die zweite Runde. Neuer Film und neues Wissen angewandt zum Thema „Portrait“ ergab, wie sich erst mehrere Dunkelkammerstunden später herausstellte, viele schöne Fotos mit z.B. Nasen, die sich an ihre Kamera drücken oder schaukelnden Mädchen.
Die Fotografen waren so zufrieden mit ihren Filmstreifen, dass Marieke nochmals zum Knipsen aufrief, diesmal zum Thema „Langzeitbelichtung“.
Den Weg vom Abendbrotplatz zum Seminarort fanden diesmal alle schneller als gewohnt, denn nun sollte sich herausstellen, wer die „verdrehte Blendentechnik“ verstanden hatte: Die erste Gruppe entwickelte Kontaktabzüge. Staunen beim Betrachten der völlig „automatik-freien“ Fotos.
Trotz manch unscharfem und verwackeltem Bild, waren die sechs Dunkelkammerplätze im Rostocker „institut für neue Medien“ so begehrt, dass sich eine kleine Warteschlange ansammelte. Aber das Warten lohnte sich, so hatten Marieke und Cathleen nur lobende und anerkennende Worte bei der finalen Auswertung der Fotos. So fuhren unsere Amateurfotografen weder über- noch unterbelichtet nach Hause.

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