"Eine starke Armee muß das deutsche Volk schützen!"
rechte Argumentation:
Deutschland muß seine Armee in allen Bereichen aufrüsten und militÄ
risch eigenstÄndig bleiben. Gleichbedeutend muß diese Entwicklung mit
der Nichtbeteiligung an internationalen EinsÄtzen sein.
das stimmt nicht:
Der übersteigerte Militarismus der extremen Rechte ist ein Überbleibsel aus dem Nazizeitalter. In ihm sind antidemokratische Strukturen, wie a
utoritäre Gewalt, Z9ühtigung und Begünstigungen bestimmter Gruppen
inbegriffen, mit denen nationalistische Gruppierungen weiterhin geleitet
werden. Gerade diese Gruppierungen versuchen immer wieder, die Bundeswehr
zu unterlaufen, um in den Besitz von militärischer Macht zu gelangen u
nd damit ihre politischen Forderungen durchzusetzen. Das zeigen ganz deut
lich auch die rechtsradikalen Vorfälle in der Bundeswehr Ende 1997.
Die
Forderung nach einer starken Armee zum Schutz des deutschen Volkes ist g
eradezu ein Relikt aus dem kalten Krieg. Denn in einer Phase der Abrüst
ung und Befriedung Europas würde eine Wiederbewaffnung der Bundeswehr z
u einer Provokation ausarten, die in einer Wiederbewaffnung der europäi
schen Großmächte eskaliert könnte.... - der Anfang eines bekannten
Teufelskreislaufes.
Bei einer Beteiligung an Friedensmaßnahmen der Europäischen Union ode
r den Vereinten Nationen stellt die deutsche Armee in Hinblick auf die un
rühmliche Vergangenheit zumindest mit Materialien und Gerät zur Verfü
gung (wie für Einsätze in Ex - Jugoslawien). Eine Beteiligung deutsch
er Truppen wird von den Vereinten Nationen beschlossen, stellt somit nur
einen Teil der Konfliktlösung dar und steht auf demokratischen Boden. D
a es aber zunehmend nicht nur um Konfliktlösungen mit Waffengewalt geht
, sondern auch diplomatisches Geschick mit internationalen Absprachen gef
ordert ist, ist gerade Deutschland als mächtiger wirtschaftlicher Partn
er vieler konflikbeladener Länder gefragt.
konkrete Ansätze:
Interessant wären Besuche mit Jugendgruppen in ehemaligen Konzentration
slagern (Ausschwitz, Theresienstadt, Neuengamme, Wöbbelin,... ) oder Ge
fängnissen und Gespräche mit den Zeitzeugen. Desweiteren könnten Ko
ntakte mit E3amnesty internationalD2 oder dem E3Fl9ühtlingshilfswerk
der Vereinten NationenD2 (UNHCR) helfen.
Literatur:
Materialien der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
"Jugend und Rechtsextremismus", "Verein für Kommunalwissenschaften" e.V., Berlin 1993