Wettbewerbsgeschichte

Wie kam es eigentlich zum ß-Wettbewerb?

Der ß-Wettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern ist nur ein Stück von der Kuh. Der Rest ist in der Bundesrepublik verteilt. In Schleswig-Holstein die Ohren, die Klauen am Bodensee und der Po in Berlin. Genau hier ist das Kalb auch geboren. Gepaart haben sich dazu die Jugendpresse Deutschland und die Kultusministerkonferenz.

Heraus kam der erste bundesweite Schülerzeitungswettbewerb, bei dem nicht nur Gymnasien die Preise abräumen. Das heißt, es gibt für jede Schulart so etwas wie den Wettbewerb im Wettbewerb – und dann gewinnt die beste Schülerzeitung der Grundschulen, die beste der Regionalen Schulen, der Förderschulen, der Berufsschulen und auch der Gymnasien.

Doch wie kamen die Nasenlöcher jetzt nach MV, das Euter nach Hessen und der Pansen in die Lüneburger Heide? Das Kalb wurde halbiert, geviertelt, geachtelt und schließlich gesechszehntelt – und doch nicht geschlachtet. Denn die Teile wurden ab 2004 auf die Bundesländer verteilt, wo jeweils der regionale Jugendpresseverband zusammen mit dem Bildungsministerium um das Stück Kuh einen neuen landesweiten Wettbewerb gestalteten.

Diese regionalen Wettbewerbe senden ihre Auslese am Ende wieder nach Berlin, wo sich jedes Jahr im Mai die besten Schülerzeitungsredaktionen der Republik treffen und zu Preisträgern im Bundeswettbewettbewerb gekürt werden.

In Berlin werden sechs Hauptpreise und Sonderpreise vergeben. Die Nase vorn haben dabei Baden-Wüttemberg und Bayern, die einen Großteil der Preise erhalten. Das liegt zum einen an der Jahrzehnte langen Schülerzeitungstradition und zum anderen an finanzstärkeren Sponsoren, die den Druck in Farbe ermöglichen.

Mecklenburg-Vorpommern ist noch ein junges Schülerzeitungsland. Noch frischer ist der landesweite ß-Wettbewerb. Natürlich wünschen wir uns auch einen Platz auf dem Treppchen in Berlin. Aber im Mittelpunkt stehen die Inhalte und Beteiligung, für die Schülerzeitungen an MVs Schulen sorgen. Wir legen Wert darauf, dass die Jury ausreichend Zeit zum LESEN hat und die Preise nicht anhand bunter Titelblätter vergibt. Der Höhepunkt des ß-Wettbewerbs ist die Preisverleihung: Die stolzen Redakteure freuen sich über die Anerkennung und der Austausch zwischen den engagierten jungen Leuten aller Schularten macht Spaß!