Geschichte

jmmv_logo_altGegründet im Dezember 1993 kann der Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile auf eine über zwanzigjährige Geschichte zurückblicken. Hier findest du einen kleinen Abriss der Vereinsgeschichte, die zum zehnjährigen Bestehen entstanden ist.

Schülerzeitungen, junge Radiomacher, Videogruppen, Internetfreaks etc., sie alle wollen mit ihren Medien verändern und aufmerksam machen. Seit der Wende 1989 gibt es eine sich immer farbenfroher entwickelnde Jugendmedienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

An vielen Schulen entwickelten sich in kürzester Zeit vielfältige und ideenreiche Zeitungsprojekte. In den ersten Jahren war allerdings ein ständiges „Kommen und Gehen“ der Schülerzeitungen zu verzeichnen. Nur wenige können auf eine Tradition von sechs Jahren zurückblicken. Insgesamt haben sich aber an etwa 50% der Schulen in Mecklenburg- Vorpommern feste Jugendzeitungen etabliert.

Andere Medien wie Radio, Video, aber auch Mailboxen kamen im Zusammenhang mit der Modernisierung von Schulen und Freizeiteinrichtungen hinzu. Die Medien werden sowohl im Neigungsunterricht, in einer schulischen Arbeitsgemeinschaft oder aber eigenverantwortlich von den Jugendlichen produziert.

Die Macher einiger Zeitungen sahen aber schon bald die Grenzen ihres Schaffens. Probleme wie Zensur durch Direktoren oder mangelnde Werbekundschaft zeigten sich. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich im Dezember 1993 der Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern als Selbstorganisation von jungen Medienmachern aus dem ganzen Land gründete.

Der Kontakt untereinander für den Ideen- und Meinungsaustausch, aber auch Serviceleistungen wie Seminare oder kompakte und billige Recherchematerialien spielten dabei mindestens eine genauso wichtige Rolle, wie das gemeinsame Auftreten gegenüber Behörden, Institutionen und anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Etwa 380 Jugendliche aus circa 100 Jugendmedienprojekten stehen derzeit mit dem Verein in Kontakt. Natürlich will und kann der Jugendmedienverband nicht das Alleinvertretungsrecht aller Jugendmedienmachern beanspruchen. Er ist aber eine Plattform, die für vielfältige Ideen und Interessen genutzt werden kann. Genauso selbstverständlich ist, dass lange nicht alle jungen Medienmacher des Landes im Verein aktiv sind.

In der über Zehnjährigen Vereinstätigkeit hat der Verein eine Vielzahl von Weiterbildungsveranstaltungen angeboten. Einen bedeutenden Teil nehmen dabei die Seminare für Schülerzeitungsredakteure ein. Grundlagenseminare vermitteln in allen Bereichen grundlegende Kenntnisse, bei Aufbauseminaren können Kenntnisse in speziellen Workshops vertieft werden (z.B. Recherche, Computerlayout, Recht, Finanzen, Rhetorik). Weiterhin gibt es Radio-, Video-, und DFÜ- Seminare. Auch thematische Seminare werden angeboten. Sie befassen sich mit Themen wie Toleranz, Religion oder Bildungspolitik, damit die jungen Medienmacher umfassend informiert sind.
Besonders wichtig ist der Anti-Zensur-Kampf des Jugendmedienverbandes. Im Frühjahr 1997 begannen wir den Kampf gegen die Vorzensur von Schülerzeitungen. Im Frühjahr ’97 wurde das neue Schulgesetz für Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet. Das war Grund genug, um zusammen mit der GEW, den Studentenräten, dem KreisschülerInnenrat Rostock und vielen weiteren Organisationen unseren Protest zu zeigen.

Uns war insbesondere der neue Paragraph zu Schülermedien ein Dorn im Auge. Das neue Gesetz gestattet es Schulleitern nun noch direkter, Schülerzeitungen und vergleichbare Medien zu zensieren. Zum neuen Schuljahr 1998/1999 sind wir endlich am Ziel der Wünsche vieler Jugendmedienmacher angekommen – die Vorzensur wurde durch die Landesregierung abgeschafft! Ein neues freies und demokratisches Medienzeitalter wird beginnen.

Zum Abschluß soll noch einmal darauf hingewiesen werden, daß alle Arbeit im Jugendmedienverband ausschließlich ehrenamtlich und nur von Jugendlichen selbst erfolgt.

Für weitere Informationen zur vergangenen Arbeit und zu den Zukunftsvisionen des Vereins stehen dir unsere Aktiven jederzeit zur Verfügung.