Bilder 2004

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  • Layout-Frühling vom 19. bis 21.03.2004

in Schwerin Gestaltung beinflusst unsere Sinne und entführt den Betrachter in eine andere Welt. Schnippel-Layout, Desktop-Publishing, Scribbling, Kreativtechniken, der Goldene Schnitt - das alles gab es zum Frühlingsanfang in Schwerin. „Hol mal 'ne Tüte Rasterpunkte“ Ein alter Meisterspruch aus Lehrzeiten, der bei jeder Führung durch ein Druckhaus fallen muss (denn wahrscheinlich rannte auch jeder Lehrling nach dieser Tüte). In Schwerin kalauerte ein Mitarbeiter der Druckvorstufe bei cw Obotritendruck, wo alle 16 Teilnehmer am Sonnabend Vormittag die Entstehung von Drucksachen von der Repro bis zum fertigen Bogen aus der Presse verfolgten. Mit fünf engagierten Druckereimitarbeitern und natürlich dem ganz typischen Geruch von Druckerschwärze. An den denkt zugegebenermaßen niemand, wenn über Typografie, Farbenlehre, Form als Gestaltungselement und Satzspiegel referiert wird. „Erst werden die Seiten ausgeschossen und dann wird ein Film pro Druckfarbe belichtet“ – auch nach dem Theorieblock am Freitagabend mit Stoff bis um ein Uhr nachts prasselte es weiter Fachbegriffe. Pause und mal nach Schwerins Schloss gucken und irgendwas mit Kartoffeln essen. In der Hochschule für Grafik und Design schufen wir dann künstlich, was an diesem Wochenendseminar sonst nicht passierte: Gruppen. Mit der erfahrenen Schweriner Grafikerin Daniele Regge versammelten sich die einen zum Satz-Workshop mit QuarkXPress am Macintosh, während im PC-Pool Hermann Radeloff die Funktionen der Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop erklärte und testen ließ. Crashkurse im wahrsten Sinne, denn bereits nach 150 Minuten tauschten die Teilnehmer ihre Workshops. Wer anschließend schlafen wollte, den hinderte das große weiße Blatt auf dem Fußboden in der Jugendherberge. Hier kamen Kreativmethoden aufs Tapet, die helfen können, den Einstieg in ein Gestaltungsthema zu finden. Nach Synektik, Morphologischem Kasten und dem Klassiker Mindmapping wurde ein Spieleabend eingeläutet. Abgehärtet war derjenige, der nach dem Improvisationstheater immer noch bei der Seminargruppe war. Der Sonntag war einem Exkurs Drucktechniken (es gibt noch weit mehr als nur Offset), der Seminarauswertung und der Formulierung einer Gestaltungsaufgabe für Zuhause gewidmet, denn wir bleiben in Kontakt. Und das Ergebnis dieser wird ohne Frage etwas ganz Schickes. [hcr]

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